Die Herz zu Herz Übertragung


3 Wege um Weisheit zu erlangen


Auf drei Wegen kann man Weisheit erlangen:
1. Durch Nachdenken, das ist der Edelste.
2. Durch Nachahmen, das ist das Leichteste.
3. Durch Erfahrung, das ist das Bitterste.
- Konfuzius


In Shaolin Wahnam nutzen wir alle diese Wege und holen aus jedem das Beste heraus.

Erfahrung ist wichtig, aber zum Glück können wir dessen Bitterkeit dank unseres freudvollen Trainings umgehen.

Durch gute Lehrer, optimierte Methodik und reichlich Videomaterial zur Erinnerung fällt der Weg des Nachahmens sogar noch leichter. Hierbei sei aber erwähnt, dass es für wahren Fortschritt unumgänglich ist von einem Meister in Person zu lernen. Videos und Bücher sind unterstützende Hilfsmittel, können einen Meister aber nie ersetzen.

Mit unserem Verständnis von Geschichte, Philosophie und Strategie beschreiten wir außerdem den edelsten Weg, der unseren Fortschritt erheblich beschleunigt. Unser Denkvermögen wird durch den trainierten, klaren Geist beträchtlich geschärft und gestärkt, wodurch wir die Künste und unsere Entwicklung besser analysieren können.


Der 4. Weg, von Herz zu Herz

Der vierte Weg ist ein seltener, aber der Effizienteste.

Die Rede ist von „Herz zu Herz Übertragung“. Diese ist einer der wichtigsten Gründe für den schnellen Fortschritt unserer Schüler in Shaolin Wahnam.


Qi Gong Gruppe

Neben den Qi Gong-Techniken vermitteln wir
auch die für die effektive Praxis nötigen
Fähigkeiten gleich mit.


„Gong“ (andere Schreibweise „Kung“) steht für Fähigkeiten, die durch harte Arbeit erlangt wurden. Normalerweise lernt man im Qi Gong oder Kung Fu anhand einer Anleitung und entwickelt die notwendigen Fähigkeiten durch ausdauerndes und diszipliniertes Training. Gerade in der Energiearbeit schaffen dies jedoch nur wenige. Häufig weil die Anleitung nur mehr unvollständig erhalten ist oder vom Lehrer oder Schüler falsch interpretiert wird.

In der heutigen Zeit sowie auch in der langen Geschichte der Shaolin-Künste gibt bzw. gab es nur wenige, die nach vielen Jahren der Praxis tatsächlich innere Kraft entwickeln konnten. Der Normalfall ist damals wie heute, dass man viele Monate oder gar Jahre praktizieren muss, um überhaupt erst mal die Fähigkeit zu entwickeln innere Kraft aufbauen zu können. In Shaolin Wahnam werden neben hilfreicher Philosophie auch gleich die dazu nötigen Fähigkeiten übermittelt, wodurch Schüler schon nach kurzer Zeit mit dem effektiven Training beginnen können und ausnehmend schnell voranschreiten. Das Niveau der erfolgreichen früheren Meister liegt aber jenseits unserer Vorstellungskraft, da die Kampfkunst zum Schutz des eigenen Lebens und daher auch der für dessen Training aufgebrachte Zeitaufwand eine ganz andere Priorität hatten als in unserem zivilisierten Zeitalter.


Eine alte Tradition

Auch der Dharma, die buddhistische Lehre, wurde stets von Herz zu Herz an den nächsten Nachfolger weitergegeben. Sehr schön veranschaulicht wird dies in den wortlosen Übergaben von Buddha an Mahakasyapa (im Flower Sermon) und von Bodhidharma an Hui Ke, die außerdem frühe Beispiele für Zen sind.


„Was gesagt werden kann, habe ich euch gesagt,“ lächelte der Buddha,
„und was nicht gesagt werden kann, habe ich Mahakasyapa gegeben.“


Buddha Flower Sermon

The Flower Sermon


Das Phänomen der 100 Affen

Ein paar Affen fanden zufällig heraus, dass Bananen besser schmecken, wenn sie vorher den Sand darauf abwaschen. Als dies weitere Affen sahen, begannen sie ebenfalls ihre Bananen zu waschen und fanden sie so besser. Als mehr als 100 Affen dies getan hatten, hatten andere Affen, die keinerlei Sichtkontakt mit dem Vorgang hatten, das Wissen darum erlangt und begannen ebenfalls den Sand auf ihren Bananen abzuwaschen bevor sie sie aßen.

Wissenschaftler wissen nicht warum dies passiert. Sie nennen es auch nicht Herz zu Herz Übertragung. Aber mit dem Vorteil unserer Lehre wissen wir, dass es etwas mit unserem Geist zu tun hat. Und unser menschliches Gehirn ist sicherlich kraftvoller als jenes von Affen. Daher ist es sehr wichtig, dass wir immer gute Gedanken haben.
- Großmeister Wong Kiew Kit


Wie funktioniert Herz zu Herz Übertragung?

Alle Wesen verfügen über „6 Eingänge“. Beim Menschen ist dies neben den bekannten 5 Sinnen Sehen, Hören, Fühlen, Schmecken und Riechen noch der Geist. Unser „Shen“, also Geist, Seele und Bewusstsein, hat nach dem Buddhismus und der Philosophie der Traditionellen Chinesischen Medizin seinen Sitz im Herzen.

Bei der Herz zu Herz Übertragung wird Information also ohne Umweg über die „weltlichen“ Sinne direkt in den Geist bzw. das (Unter-)Bewusstsein übermittelt.

Ähnlich wie bei der Fernsehübertragung braucht es auch hier die Sendung (den Inhalt), den Sender (den Meister) und den Empfänger (den Schüler).

Der Meister muss selbst über die jeweilige Fähigkeit verfügen und die Absicht haben, dass seine Schüler diese erlangen. Dies ist bei den großzügigen Meistern in Shaolin Wahnam aber ohnehin stets der Fall.

Der Schüler muss bereit sein die Übertragung mit offenem Herzen zu empfangen. Das Fehlen von Respekt und Vertrauen gegenüber dem Meister sowie Zweifel und Arroganz können den Empfang blockieren.

Eine andere Analogie, die wir gerne verwenden, ist dass der Meister den Samen für eine Fähigkeit setzt. Der Schüler muss ihn dann durch regelmäßige Praxis gießen um die Fähigkeit wachsen zu lassen.

Selbst wenn der Schüler einige Zeit nicht praktiziert, bleibt der Samen – ähnlich wie bei der Rose aus Jericho – erhalten und kann durch erneute Pflege jederzeit wieder zum Sprießen gebracht werden. Das heißt jemand der beispielsweise den Chi Flow schon mal erlernt hat und aus irgendwelchen Gründen länger pausiert, kann diesen, indem er seine Praxis einfach wieder aufnimmt, wieder reaktivieren. Auch hier kann der Meister diesen Prozess aber natürlich erheblich beschleunigen.


Rose von Jericho

Rose von Jericho, (c) Phil41, wikipedia


Fazit

Viele Außenstehende werden uns für Lügner oder für überheblich halten, weil wir behaupten Fähigkeiten, für die eigentlich jahrlange Praxis nötig wären, in kürzester Zeit übermitteln zu können. Das ist allerdings deren Problem und nicht unseres. Unsere Erfahrung bestätigt diese Aussage immer wieder von Neuem.

So überträgt unser Großmeister Wong Kiew Kit regelmäßig an nur einem Seminartag alle 5 Level der Knochenmarksreinigung (5 Ebenen des Energieflusses). Normalerweise müsste man sich mit mehrjährigen Abständen Stufe für Stufe voranarbeiten.

Erst kürzlich meinte Wolfgang im fortgeschrittenen Qi Gong-Kurs bei uns in Wien nach der Übertragung der Knochenmarksreinigung auf der Meridian-Ebene, dass er das alleine zuhause wohl nicht schaffen würde. Ich bestärkte ihn darin, dass er die Fähigkeit erhalten habe und sie auch zuhause da sein wird. Bereits in der gleichen Unterrichtsstunde, nach der Praxis einer weiteren Übung, revidierte er seine Aussage, da er die Energie nun in seinen Meridianen fließen spürte.

Die Übertragung der jeweiligen Fähigkeit alleine genügt ohne darauf folgende Praxis zwar nicht, sie bietet aber eine erhebliche Abkürzung bzw. einen Kickstart.

Die Herz zu Herz Übertragung ist ein weiterer Grund warum es unnötige Zeitverschwendung ist einzig aus Büchern oder von Videos zu lernen, da es diesen Medien am nötigen Herz für die direkte Übertragung fehlt.

Man kann dies in etwa so erklären, dass man ein Computerspiel auf einen USB-Stick kopiert und bei jemand anders hoch lädt. Jedoch werden die Spielstände nicht mitgeschickt. Diese muss man sich durch beständige Praxis selbst erarbeiten.

Wer sich nicht vorstellen kann, dass die Herz zu Herz Übertragung wahr ist, kann es gerne bei einem unserer Kurse ausprobieren. Voraussetzungen, um von uns lernen zu dürfen, sind jedoch ein offenes Herz und die Einhaltung der 10 Shaolin-Gesetze.


Großmeister Wong Kiew Kit über die Herz zu Herz Übertragung (Englisch)


Autor: Sifu Leonard Lackinger

 




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Die Legende wie Hui Ke das Knochenmark von Bodhidharma empfing


Links:

The Way of the Master - Heart to Heart Transmission
10 Questions to grandmaster Wong about Sinew Metamorphosis, Heart to Heart Transmission


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